Der Winnetou-Faktor auf der Gamescom
Dass Computerspiele auf einer eigenen Ökonomie basieren, beschäftigt mich schon lange. Darüber einen Konferenzbeitrag auf der weltweit größten Spielemesse zu halten, der sogar die Aufmerksamkeit des TV-Senders n-tv auf sich zog, war besonders aufregend.

Die Gamescom-Konferenz 2019 in Köln
Die Gamescom in Köln ist die weltweit größte Messe für Computer- und Videospiele mit über 370.000 Besuchern. Zahlreiche Hersteller aus aller Welt präsentieren hier ihre neueste Soft- und Hardware. In Summe waren mehr als 1.000 Unternehmen vor Ort – der Großteil davon in der Business Area. In diesem Rahmen durfte ich vor tollem Publikum meinen Vortrag "Der Winnetou-Faktor. Was wir von den Apachen über die Zukunft unserer digitalen Zivilisation lernen können".
Was können wir von Winnetou über die digitale Führung lernen?
Gamification, K.I. und Blockchain schaffen Platz für Märkte ohne Geld, Wirtschaft ohne Konzerne und Gesellschaft ohne Staat. Die Zukunft wird nicht mehr gestaltet. Sie wird programmiert - von uns. Als IT-Menschen finden wir uns in einer Gestaltungsrolle, mit der wir nicht gerechnet haben. Wie können wir dieser Verantwortung gerecht werden?
Zuerst die schlechte Nachricht: Winnetou hat es nie gegeben. Es gab nicht einmal Häuptlinge. Apachen kannten nur informelle Führung durch sogenannte Nant’an wie beispielsweise Geronimo. Wenn der bekannt gab, er würde die Spanier angreifen, dann meinte der eine „Sorry ich hab am Wochenende schon was vor“ und ein anderer „Bin dabei. Brauche eh Sport“. Informelle Führung in dezentralen Systemen kennt keine Stellenbeschreibung. Wird Geronimo verhaftet, ist sofort ein Nachfolger gefunden.
Die Apachen haben eine dezentrale Gesellschaftsstrukturen ohne formale Führung. Dezentralisierung funktioniert also nicht nur auf technischer Ebene (Internet, EdgeComputing, Blockchain), sondern auch gesellschaftlich - immer schon.
Neugierig geworden? Hier geht’s zum Beitrag auf n-tv.

„Führen“ ist ein sehr altes Konzept - vielleicht so alt wie die Menschheit selbst. Aus der Vergangenheit haben wir gelernt, Führung über Hierarchien zu organisieren. Das ist zwar effizient, aber nicht resilient, also nicht widerstandsfähig. Wie funktioniert Führung im digitalen Zeitalter, z.B. im Homeoffice? Was ist informelle Führung und wie funktioniert diese? Über diese Themen spreche ich mit meinem Gast Gernot Jochum-Müller.
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